NISTEK Partnerbericht: Undercover Engineering – Gateware aus Nürnberg

Embedded Systeme – in Anlagen integrierte, versteckte Steuerungssysteme für klar abgegrenzte Bereiche – ist ein stark wachsender Markt in der Industrie und Telekommunikation. Bestes Beispiel ist das Auto: Hier wurde früher vieles zentral gesteuert, heute gibt es nur noch viele kleine Systeme und die steuern einzelne Komponenten über Kommandos. Bei der Entwicklung solcher Embedded Systeme ist viel Erfahrung und Know-how gefragt, deshalb entwickeln oft Ingenieurbüros die entsprechende Hard- und Software für große Unternehmen, ohne dass deren Leistung groß auffällt.

In vielen Fällen können Firmen mit der rasanten technischen Entwicklung nicht Schritt halten oder sie verfügen nicht über die entsprechenden Ingenieure im Haus. Ein häufiges Problem: Ein Unternehmen ist über mehrere Jahre mit einem Produkt sehr erfolgreich. Dann kommt es nicht selten vor, dass die kontinuierliche Fortbildung vernachlässigt wird. „Fahrlässig“, findet das Wolfgang Haubner, Geschäftsführer von GateWare Communications aus Nürnberg.

Das Ingenieurbüro entwickelt für andere Firmen, auch große Konzerne, Hard- und Software. Bei den derzeitigen schnellen Entwicklungszyklen hat man aber rasch den Anschluss verloren. Immer wieder hat das Ingenieurbüro Anfragen, weil eine Schaltung nicht funktioniert. Doch sobald Wolfgang Haubner und seine Kollegen auf die Schaltung schauen ist ihnen schnell klar, warum sie nicht funktioniert – nicht funktionieren kann: „Häufigster Fehler ist eine Verletzung von Designrichtlinien“, erklärt der Ingenieur. „Hinzu kommen Flüchtigkeitsfehler durch fehlende Kontrolle.“ Hier macht sich die jahrelange Erfahrung bemerkbar. So benötigen etwa Hochschulabsolventen mindestens drei Jahre, um Schaltungen eigenständig entwickeln zu können. Das Problem ist vor allem, die richtigen Informationen aus den Datenbüchern eines Prozessors und der anderen Komponenten herauszufiltern. Die Datenbücher haben meist bis zu mehreren tausend Seiten in der Summe – da benötigt man schon den „richtigen Riecher“, um die entscheidenden Informationen zu finden. „Wichtig ist auch die Kontrolle durch eine weitere Person im Vier-Augen Prinzip“, erklärt Wolfgang Haubner. „Gerade hier wäre es leichtfertig, zu sparen.“

Haubner erinnert sich an eine Steuerung für extrem kurze Laserimpulse (Pico- bzw. Femto-Sekunden Laser) zur Materialbearbeitung. Solche Steuerungen gibt es zwar schon auf dem Markt, doch die Anlage sollte noch präziser arbeiten. Geplant war, mit dem Laser sogar einzelne Atomschichten abtragen zu können. Nach dem Feinkonzept und anschließendem Schaltungsentwurf entsteht der Schaltplan am Computer. Danach im Layout ging es vor allem darum, gleich von Anfang an Fehler durch signalgerechtes Design auszuschließen. Auch hier ist Detailwissen der einzelnen elektronischen Bauteile und der Leiterplatte gefragt. Auf solchen Platinen geht es nicht selten um sehr schnelle Signale im GHz Bereich. Anschließend entstehen Bestückungsdaten für den Musterbau, bevor die ersten Prototypen, meist zwischen zwei und zehn Stück, hergestellt werden. Diese hat bei der Lasersteuerung die Firma Dommel aus Wassertrüdingen geliefert. Das Unternehmen ist die erste Adresse bei Prototypen und Serien in kleinen bis großen Stückzahlen. Danach nehmen die Ingenieure von GateWare die Prototypen in Betrieb. Es geht darum, die Eigenschaften zu verifizieren. Signalverläufe werden überprüft, genauso alle weiteren Werte, ob sie entsprechend den Vorgaben eingehalten werden. Etwa ein bis vier Wochen dauert üblicherweise der Test dieser Prototypen. Parallel zur Hardwareentwicklung wird die Software entworfen und implementiert. Zeitlich kann das bis zu drei Viertel des Gesamtprojektes ausmachen. Dazu wird zunächst das Projekt in Teilaufgaben zerlegt und strukturiert. Die Programmierung nimmt heutzutage einen immer größeren Stellenwert ein, da viele Funktionen in die Software verlagert werden. Bevor es dann in die Serienproduktion geht, wird alles noch einmal geprüft. Nachdem es sich bei der Steuerung für Laserimpulse um eine Spezialmaschine handelt, liegt die Produktion bei mehreren hundert Steuerungen pro Jahr. Dies übernimmt dann wieder die Firma Dommel in Wassertrüdingen.

Dass auch große Firmen solche Projekte an externe Ingenieurbüros vergeben, weil diese oft auf einem technisch höheren Stand sind, verraten sie nur ungern. Es gibt viele Produkte, denen man nicht ansieht, dass das Know-how von GateWare Communications drin steckt. Andere nutzen ganz offen diesen Wissensvorsprung, denn der kostet sonst Zeit und Geld. Deshalb kaufen sich viele Unternehmen diese Ingenieurleistung ein und nutzen damit deren aktuellsten Wissenstand. Hinzu kommen oft zeitliche Probleme. GateWare setzt Projekte von einigen Wochen bis mehr als einem Jahr termingerecht um. Da ist es für einen großen Konzern oft günstiger und schneller, Entwicklungen nach Außen zu geben. Denn wenn schon die Prototypen nicht rechtzeitig laufen, kostet es viel Geld.

Wolfgang Haubner hat selbst lange bei großen Firmen gearbeitet. Das Problem dort war der enge Fokus. „Dort haben die Angestellten keine große Spannbreite an Wissen entwickeln können“, so der Ingenieur. Ihm war das nicht genug und seinen Mitarbeitern geht es genauso. „Die haben, wie ich, den Drang, ständig etwas Neues kennen lernen zu wollen“, erzählt Wolfgang Haubner. Das Team entwickelt nicht nur Embedded Systeme für die Industrie, sondern begleitet Unternehmen auch beratend bei deren Entwicklungen und Redesigns.

www.gateware.de

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Die Elektroniker/innen für Geräte und Systeme arbeiten in der Fertigung, im Prüfmittelbau, in Versuchswerkstätten, in der Entwicklungsabteilung und in der Montage.

Voraussetzungen:
Für diesen Ausbildungsberuf brauchen die Schülerinnen und Schüler technisches Vorstellungsvermögen.
Mittlerer Schulabschluss ist Mindestvoraussetzung. Sehr gute bis gute Noten in Mathematik, Physik und Technik.

Ausbildungsdauer:

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  • Die Ausbildung findet an den Lernorten Betrieb und Berufsschule statt.

Norbert Prossel

Kontakt:
Norbert Prossel
Telefon: 09832/6866-33
Mail: n.prossel@dommel.de

Fachkraft für Lagerlogistik (m/w/d) Ausbildungsplätze für 2020

Du nimmst die Dinge gerne selbst in die Hand und hast Spaß am Organisieren? Ideal, denn als Fachkraft für Lagerlogistik begleitetest du Waren unter-schiedlichster Art durch alle Bereiche des Unternehmens und Du weißt immer, wo was ist. Denn zu den Aufgaben der Fachkraft für Lagerlogistik gehört u.a. die Annahme, die Kontrolle, die sachgerechte Lagerung, die Verteilung und die Versendung von Waren/Gütern in der richtigen Qualität und Quantität. Dabei lernst Du die einzelnen Vorgänge präzise zu planen und aufeinander abzustimmen.

Voraussetzungen:

  • quaifizierter Hautpschulabschluss oder mittlerer Schulabschluss

Ausbildungsdauer:

  • 3 Jahre
Arbeiten bei Dommel
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