“Billig” – bedeutet nicht den Zuschlag

Um als Zulieferer für große Unternehmen gelistet zu werden muss man einige Voraussetzungen erfüllen. Stefan Nüßlein ist Einkaufsleiter beim Automatenhersteller Sielaff in Herrieden. Der Diplom-Ingenieur und Betriebswirt räumt auf mit dem Vorurteil, dass nur der Preis entscheidend sei. Vielmehr kauft er Sicherheit ein: Die Sicherheit auf gute Produkte und vor allem Liefertreue.

Der Automatenhersteller Sielaff setzt auf Kompetenz in Innovation. Zur Philosophie des Unternehmens gehört es deshalb, nicht der billigste, sondern der beste Anbieter für Automaten zu sein. Deshalb werden Produkte angeboten die speziell auf den Kundenwunsch zugeschnitten sind. Doch Sielaff bietet eine Produktbreite, die nur noch wenige andere Unternehmen bieten können. Obwohl die Mittelfranken überdurchschnittlich viel in eigener Regie herstellen und produzieren, werden einige Aufgaben nach Außen vergeben, etwa Kunststoffspritzen oder die Elektronikfertigung.

Das Herrieder Unternehmen ist nach eigenen Angaben Marktführer im Verkaufsautomatenbau. Fünf weitere Automatenhersteller gibt es noch in Deutschland, weltweit sind es etwa 30. Einen hohen Qualitätsanspruch hat das Unternehmen deshalb auch an seine Zulieferer.

Bei Sielaff werden jede Woche 50 Tonnen Blech verarbeitet, das gesamte Einkaufsvolumen pro Jahr beträgt rund 30 Millionen Euro. Einkaufsleiter Stefan Nüßlein und seine fünf Mitarbeiter erwarten von den Lieferanten einiges, vor allem Zuverlässigkeit und hohe Qualität. Der Einkaufsleiter strebt im Sinne der Sielaff-Philosophie eine langfristige Partnerschaft an. “Nur um ein paar Euro zu sparen kegeln wir keinen bisherigen Lieferanten raus”, erklärt er. “Mit dieser Vorstellung wird sich ein neuer Lieferant schwer tun.” Vielmehr erwartet das Unternehmen neue zukunftsweisende Ideen von einem Zulieferer, die beide Seiten voran bringen.

Die langfristigen Partnerschaften mit Zulieferern haben sich für Sielaff bewährt. Zum einen kostet ein häufiger Wechsel viel Arbeit und Kommunikation, um auf die alte Produktionsleistung zu kommen. Zum anderen konnte sich Sielaff über Partnerschaften auch selbst weiterentwickeln. So stehen Probeautomaten auch bei den Lieferanten, die ihrerseits Verbesserungspotenziale entdecken. “Dadurch heben wir uns vom Wettbewerb ab”, ist Stefan Nüßlein überzeugt.

Konsequenterweise sucht Nüßlein zuerst unter bewährten Partner nach neuen Produkten oder Dienstleistungen. Ist dort die gewünschte Qualität nicht zu finden, werden bevorzugt die Marktführer angefragt, weil diese in der Regel auch die meiste Erfahrung haben. Dabei greift der Einkaufsleiter auf Empfehlungen zurück oder recherchiert in Fachzeitschriften und im Internet. “Es hat sich bewährt, dass wir bevorzugt in der Region einkaufen”, ist Nüßlein überzeugt. Fast alle eingekauften Leistungen und Materialien bei Sielaff kommen aus Deutschland, der Großteil aus der näheren Umgebung. So hat Sielaff mit Währungsschwankungen ebenso wenig zu kämpfen, wie mit langen Entscheidungswegen. Denn sollte es mit der gelieferten Ware doch Mal ein Problem geben, dann kann auch kurzfristig nachgebessert werden, ohne lange Wartezeiten.

Hat Nüßlein einen potenziellen Zulieferer gefunden, nimmt der Einkaufsleiter das neue Unternehmen unter die Lupe. “Wir schauen uns den Betrieb und deren Qualität genau an”, so Nüßlein. “Dann schauen wir uns die Toleranzen an und vergleichen sie mit dem geforderten Standard.” Außerdem wird der Maschinenpark betrachtet und ähnliche bereits produzierte Bauteile. Jeder Zulieferer muss eine Selbstauskunft über Warengruppen, Umsatz, die Entwicklung der letzten drei Jahre oder Verwaltungskosten geben. “Hier kann man auch das Potenzial der Firma erkennen”, verrät der Einkaufsleiter. Immer wieder entdeckt er hier aber auch für Sielaff weitere interessante Bereiche. Danach wird mit dem neuen Lieferanten eine Wertschöpfungsanalyse durchgeführt – Sielaff möchte den neuen Zulieferer begleiten und unter anderem dabei helfen, Kostenfresser bei der Produktion zu erkennen. Stellt sich dabei heraus, dass der Zulieferer die Aufgabe nicht bewältigen kann, bewahrt Sielaff dieses Unternehmen vor Verlusten und sucht im Zweifelsfall nach einem neuen Zulieferer. Schließlich möchte das Herrieder Unternehmen einen langfristigen Partner gewinnen.

Der ganze Aufwand, den der Einkaufsleiter treibt, hat einen guten Grund, denn Sielaff ist Qualitätsführer . Das heißt die Kunden vom Herrieder Unternehmen fordern Qualität, Zuverlässigkeit, Kundenorientierung und Service. Dazu gehören Garantien, ständige Produktoptimierung, ein Qualitätsmanagement, hohe Variantenvielfalt mit kleinen Losgrößen und ein 24-Stundenservice. Im Lebensmittelbereich kommen noch verschiedene Standards hinzu, die erfüllt werden müssen um Automaten in Europa oder Amerika aufstellen zu können. Deshalb stellt auch Sielaff große Anforderungen an seine Zulieferer, denn die Automaten-Varianten sind sehr vielfältig und werden nicht lagernd vorgehalten. Dann müssen alle Materialien und Dienstleistungen zur richtigen Zeit bereit stehen – Lieferverzögerungen kann sich der Automatenhersteller nicht erlauben, vor allem weil es auch immer wieder Stoßzeiten gibt, wo die Produktion deutlich hochgefahren werden muss.

Gegründet wurde das Unternehmen 1886 als erste Automatenfabrik von Ingenieur Max Sielaff in Berlin. Nach dem zweiten Weltkrieg fanden die Firmeninhaber Geldgeber in Herrieden, und so wurde das Unternehmen 1949 in Franken neu errichtet. Es begann mit Automaten für Zigaretten. Schon bald haben die Verantwortlichen erkannt, dass sie sich im Gegensatz zu den meisten Konkurrenten, die sich auf einen Automatentyp spezialisiert hatten, auf mehrere Standbeine stellen sollten. So gab es neue Nischen, nachdem die Zigarettenautomaten nicht mehr so gefragt waren. Sielaff produziert Briefmarken- und Fahrkartenautomaten, Zigaretten- und Pfandautomaten sowie Automaten für Süßigkeiten, Kalt- und Heißgetränke. Die Kunden sind viele renommierte Großunternehmen aus Logistik, Transport und Nahrungsmittel. Viele Geräte haben eine so genannte Remote-Controll, das heißt z.B. über ein Mobiltelefon können die einzelnen Automaten kontrolliert werden, wann wieder nachgefüllt werden muss. Für die Deutsche Post hatte Sielaff im Jahr 2000 Automaten gebaut, die um Mitternacht per Internet auf Euro umgestellt werden konnten. Der neuste Clou: Ein Souvenirautomat für Eilige.

Den Standort im mittelfränkischen Herrieden hält der Einkaufsleiter für ideal. “Wir haben eine bodenständige und solide Mannschaft”, ist Stefan Nüßlein zufrieden. Viele Familien aus der Region sind bereits in dritter Generation im Werk angestellt. Die durchschnittliche Dauer einer Anstellung liegt bei über 15 Jahren. Die Automaten aus Herrieden findet man auf der ganzen Welt: In der Londoner U-Bahn, in der Pariser Metro und an vielen internationalen Flughäfen, Bahnhöfen und Autobahnrastplätzen. Der Umsatz lag im vergangenen Jahr bei über 52 Millionen Euro. Neben dem Hauptstandort im Landkreis Ansbach mit rund 500 Mitarbeitern, gibt es noch Standorte in Oelsnitz und Pfaffenhofen, sowie in Tschechien, Polen, Frankreich und Großbritannien.

www.sielaff.de

Aktuell zu besetzende Stellen

Hard- und Software-Entwickler/-in Festanstellung

Talente, die Sie mitbringen sollten

  • Abgeschlossenes Studium der Fachrichtung Elektro- oder Nachrichtentechnik, alternativ eine vergleichbare Qualifikation
  • Vorteilhaft ist eine mehrjährige Berufserfahrung in der Zielbranche
  • Erfahrung in Hard- und Software­entwicklung
  • Fundierte Kenntnisse in digitaler und analoger Schaltungstechnik
  • Gute Kenntnisse in der Programmiersprache C
  • Souveränes und kollegiales Auftreten, selbstständige und zielgerichtete Arbeitsweise
  • Persönliches Engagement sowie die Bereitschaft zu gelegentlichen Dienstreisen ins In- und Ausland
  • Freude am Umgang mit Geschäftspartnern
  • Ein unternehmerisches Denken und Handeln in Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen

 Aufgaben, die Sie bei uns übernehmen

  • Entwicklung von Hard- und Software
  • Hardwarenahe Programmierung (Mikrocontroller 8 – 32bit, FPGAs, PLDs etc.)
  • Software­entwicklung für Embedded Systeme
  • Integration der Software in die Hardwareumgebung
  • Erstellung von Entwicklungsdokumentation
  • Abstimmung und Prüfung der benötigten Prüfnormen
  • Abwicklung und Überwachung von begleitenden Prüfungen
  • Projektmanagement

Perspektiven
Wir bieten Ihnen einen abwechslungsreichen Tätigkeitsbereich mit attraktiven Arbeitsbedingungen in einem internationalen Umfeld. Sie arbeiten in einem Team mit flachen Hierarchien und einem kooperativen Führungsstil. Zu Ihrer persönlichen Entfaltung ermöglichen wir Fort- und Weiterbildungen im Rahmen Ihrer individuellen Karriereplanung. Wir wünschen uns jemanden, der engagiert mitarbeitet und aktiv eigene Ideen umsetzt. Sie passen gut zu uns, wenn Sie Spaß an der Arbeit haben und gerne im Team arbeiten.

Die Dommel GmbH wird heute in zweiter Generation geführt. An zwei Standorten in Deutschland und Rumänien sowie an einem Vertriebsstandort in Florida sind rund 100 Mitarbeiter beschäftigt. Unsere Hauptmärkte sind Europa und die USA.  Unser Alleinstellungsmerkmal ist die systematische Begleitung der Kunden, von der Produktidee bis zur Serienfertigung. Wir beraten umfassend bei Entwicklung, Konstruktion, Layouterstellung, Prototypenbau und Serienfertigung, sodass Probleme oder Schwierigkeiten bei der Umsetzung von Kundenideen möglichst früh aus dem Weg geräumt werden können.

Gerne sind wir bei Ihrem Umzug in die Nähe unseres Firmensitzes behilflich. Dieser liegt in der beliebten Touristenregion „Romantisches Franken“, mit mittelalterlichen Städten wie Dinkelsbühl oder Rothenburg ob der Tauber. Es gibt viele attraktive Freizeitmöglichkeiten, unter anderem mit dem fränkischen Seenland sowie einer sehr guten und vielseitigen Theaterszene. Der Mietspiegel ist sehr günstig, ein ausgebautes, öffentliches Netz an Kinderbetreuung ermöglicht ein familienfreundliches Arbeitsumfeld.

Werden Sie eine(r) von uns
Fasziniert Sie die Welt der Elektronik? Ist die Mitarbeit in einem kreativen, anspruchsvollen und dynamischen Unternehmen mit internationalem Umfeld eine Herausforderung für Sie? Dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung. Für Fragen steht unser Geschäftsführer Frank Dommel unter 09832 / 68 66 – 0 zur Verfügung.

Dommel GmbH – Industrieelektronik und SystemeFrank Dommel
HRM
Westring 15
91717 Wassertrüdingen
jobs@dommel.de

Arbeiten bei Dommel
-->